Liebe TierfreundInnen,
Dieser Reisebericht einer Berufsfernfahrerin zeigt den ganzen Schrecken des Tierleids in diesen Ländern.
Starke Nerven sind angesagt…
Annett Groddeck berichtet:
Gemeinsam mit meiner Kollegin Angela Borchert bin ich in den letzen 2 Wochen durch Rumänien, Bulgarien und die Türkei gefahren.
Diese Fahrt haben wir dokumentiert. Der Bericht ist in 4 Teile aufgeteilt.
1. Hinfahrt Rumänien, Bulgarien
2. Istanbul, Rückfahrt Türkei
3. Rückfahrt Bulgarien, Stadt Girugiu-Rumänien
4. Stadt Bukarest-Rumänien
Die Eindrücke und Erlebnisse haben uns teilweise emotional sehr erschüttert. Es ist unfassbar, unter welchen Bedingungen Mensch
und Tier in diesen Ländern leben.
Insbesondere Rumänien und Bulgarien sind völlig desolate Länder ohne jegliche Strukturen, keine Industrie, keine
Landwirtschaft, keine Arbeit, keine sozialen Netze - dafür Korruption!
Viele Momente haben wir nicht fotografisch festhalten können. Wie z.Bsp. die trächtige Hündin, die direkt vor unserem Lkw über
die Autobahn lief, an der Mittelleitplanke stehen blieb und uns mit panischen Augen anschaute.
Die völlig abgemagerte Hündin mit dünnen Fell, die
mitten in der Nacht bei -6 Grad zitternd neben unserem Lkw saß und uns mit flehenden Augen ansah.
Der schüchterne unsichere Blick
eines Straßenjungen, als wir ihm Schokolade und zu Essen gaben.
Es war gut, dass wir zu zweit waren und uns gegenseitig stützen konnten. Die kleine Rosi, die uns 3 Tage begleitet hat, hat uns ebenfalls viel Kraft gegeben.
Die österreichische Tierschützerin Gerlinde Wimmer vom Verein: Human and Animal Rights, die in Bukarest lebt und sich für die rumänischen Tiere einsetzt,
sowie ihre rumänische Kollegin Grigoreta Mares und ihr Mann, haben die beiden Hunde Ben und Rosi (siehe 3. Bulgarien, Giurgiu und 4. Bukarest) abgeholt und in
Sicherheit gebracht.
Für diese sofortige Hilfe sind Angela und ich ihnen sehr dankbar!
Ben wurde bereits operiert und kastriert, er befindet sich noch in der Tierklinik in Bukarest. Rosi wurde ebenfalls kastriert und ist auch noch
in der Klinik.
Beide werden weiter versorgt, geimpft, gechipt etc.. Sie müssen anschließend gut untergebracht werden, das ist alles mit Kosten verbunden.
Bitte unterstützt die rumänischen Tierschützer/innen!!!
Vielen Dank und Beste Grüße
Annett Groddeck, 28.2.2011
annettgroddek@yahoo.de
PS: Die Hunde, die unter 3. Giurgiu und 4. Bukarest zu sehen sind, könnten u.U. dort weg geholt werden, wenn sich Vereine, Tierfreunde o.v. finden, die den einen oder
anderen übernehmen möchten !!!
Alle Hunde die wir angetroffen haben waren jung (< 2 Jahre), verträglich, lieb und dankbar. Die Tierschützer/innen aus Bukarest
würden sie nehmen, sofern sie noch am Leben und auffindbar sind und ausreise fertig machen, mit der Bitte um Kostenübernahme.
Mir persönlich liegen besonders der Huskyrüde von der Tankstelle in Giurgiu und die Hündin mit den Erfrierungen an der Pfote aus Bukarest am Herzen.
Beide waren sehr verzweifelt und für dieses Straßenleben seelisch nicht stark genug ... alle anderen auch nicht ...