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Aktuelles Türkei - Beykoz


Liebe Tierschützer/innen


Von den ehemals 2000 Hunden im Tierheim Beykoz lebten heute nur noch 600!!! Man hat schnell gearbeitet ... Es werden nun jeden Tag ca. 20 bis 25 Hunde umgebracht. Die wohlgemerkt alle kastriert sind! Kastrierte Hunde bringen dieser Drecksfirma, die sich dort jetzt eingenistet hat, kein Geld. So einfach ist die grausame Logik, die dahintersteckt. Yasemin und Berrin hatten alle Hunde kastrieren lassen und das selbst bezahlt. Kann jemand von Euch sich vorstellen, wie furchtbar das ist, wenn sie nun ihre Hunde, die sie alle kannten, die sie gefüttert, gepflegt, medizinisch versorgt hatten, nicht mehr vorfinden und genau wissen, dass sie ermordet wurden? Wer weiß wie grausam?
Nebenbei sammeln die Hundefänger in der unmittelbaren Umgebung täglich Straßenhunde ein, die aber nirgendwo wieder aufgetaucht sind, also vermutlich sofort umgebracht wurden, von den Fängern oder gleich im "Tierheim", das seinen Namen nun endgültig nicht mehr verdient hat, dank DOHAYKO, dank einiger Hetzweiber , die schon lange und nun erst recht soviel Blut an ihren widerlichen Händen kleben haben, dass sie es den Rest ihres Lebens nie mehr abkriegen werden!!! Niemand hat bislang herausgefunden, wo diese Hunde abgeblieben sind! Sie werden höchstwahrscheinlich, weil man das Massaker am Wochenende anhand der Gräben mit den toten Hunden aufgedeckt hat, gleich umgebracht und entsorgt.
Der Lkw auf dem Bild ist genau so ein Fahrzeug wie die, mit denen die Stadt Istanbul vor ein paar Jahren Hunde und Katzen, die mit dem Blasrohr betäubt worden waren, aus der Stadt geschafft hat. Die Tiere wurden bei lebendigem Leib angezündet und verbrannt. Das haben Tierschützer hinterher rausbekommen. Man darf nicht darüber nachdenken, ob das nicht evtl. auch mit diesen armen Tieren genauso gemacht wurde. Zumindest ist anzunehmen, dass sie mit eben diesem Lkw aus dem Tierheim weggebracht wurden, ob tot oder noch lebend ...
Man fragt sich: Wofür kämpfen wir nun eigentlich noch? Wir haben doch verloren! Die Tiere haben verloren, unschuldige Lebewesen, die nichts verbrochen haben außer dem Umstand, dass sie in dieses verdammte Land hineingeboren wurden, in dem man sie wie Dreck behandelt und ebenso entsorgt!!!
Aber dieser Bürgermeister soll nicht einfach so davonkommen. Macht Druck bei der Türkischen Botschaft, fordert, dass er vor laufenden Kameras öffentlich den Tierschützern Rede und Antwort stehen muss, was er mit den Hunden gemacht hat und warum!!!

Traurige und wütende Grüße
Aennelore 21.4.2008


23.4.2008

Wie wir erfahren haben, sind inzwischen die Welpen von Artgenossen zerfleischt und gefressen worden, viele der Hunde verdurstet/verhungert. Die großen Hunde fressen die kleineren. Eine Pflegerin hatte Ausnahmegenehmigung, einmal die Tiere notdürftig zu versorgen (2000 Hunde!!!). Die Behörden warten wohl ab, bis das Futter zu Ende ist und alle von alleine verreckt sind, das spart die Einschläferung. Wir haben die deutsche Partnerstadt gebeten, zu intervenieren beim Bürgermeister von Instanbul. Bitte schickt Eueren Protest an die unten angegebenen E-Mail-Adressen. Frau Wotke von Pro Animale kann auch nicht vor Ort helfen, sie muss ebenfalls ihre 7 Tierheime dort schließen. Man will das TH Beykoz umfunktionieren zur Tötungsstation, denn das Töten (wie es zurzeit gehandhabt wird) ist billiger als die Tiere zu kastrieren, was aber effizienter wäre auf lange Sicht. Bitte setzen Sie Ihre Hilfsmöglichkeiten ein, ob durch Kontakte zur Presse oder Politik oder auch nur durch Ihren persönlichen Protest an eine der E-Mail-Adressen. Vielen Dank für Ihre Unterstützung:

Mit verzweifelten Grüßen
Friederike Karbatsch

Mailadressen:
Prime Ministry Republic of Turkey: info@abgs.gov.tr
Innenministerium/Presse: basin@icisleri.gov.tr
Innenminister direkt: aaksu@icisleri.gov.tr
Berater des Innenministers: ozelkalem@icisleri.gov.tr
Ministerpräsident/Public Relations: halklailiskiler@basbakanlik.gov.tr
Minister für Tourismus und Kultur: bilgi@basbakanlik.gov.tr
Minister für Umwelt und Forstwirtschaft: bilgi@osmanpepe.com.tr
EU Sitz in der Türkei: delegation-turkey@cec.gov.tr
Türkische Botschaft in Berlin: info@tuerkischebotschaft.de
Bürgermeister Beykoz M.Ergül: mergul@beykoz.bel.tr

Weblinks:
Petition: http://www.thepetitionsite.com/petition/553229549

Video : http://www.beykozbarinak.com/dosya/Beykoz/

Presse: http://www.turkishdailynews.com.tr/article.php?enewsid=101394

Facebook: http://www.facebook.com/album.php?aid=33495&l=a5a16&id=774064111

Facebook: http://www.facebook.com/album.php?aid=33501&l=5058b&id=774064111

Hier der Zeitungsbericht PDF

Bitte beteiligt Euch an den Petitionen, an den Protestbriefen. Was dort geschieht ist so unmenschlich und grausam...


Update 17.05.2008

Während wir noch dachten, in Beykoz könne es nicht schlimmer kommen,
hat die barbarische Verwaltung einen neuen Kurs eingeschlagen… Sie
organisieren Gesellschaften, um Jagd auf Hunde zu machen, angeführt
von den Waldhütern des nahe gelegenen Polonezkoy-Wildreservats.

Vor ein paar Monaten benutzte Ergul die lächerliche und dumme
Behauptung, wir, die freiwilligen Helfer, würden die Hunde an
China-Restaurants und üble deutsche Versuchslaboratorien verkaufen.

Heute ist die Behauptung nicht weniger schwachsinnig: Die geschwächten
Straßenhunde, die von der Gemeinde selbst in den Wäldern ausgesetzt
wurden, hätten sich zu gefährlichen Bestien entwickelt, die wie
Wolfsrudel organisiert seien und Wild jagen würden!!!

Um Gottes Willen, wissen diese Leute denn gar nichts über das
Verhalten von Tieren? Haben diese unanständigen und barbarischen
Handlanger noch irgendwelche Spuren von Menschlichkeit behalten?

Also… die Lösung? Man organisiert jeden Abend Jagdgesellschaften gegen
die Hunde in Polonezkoy und schießt so viele wie möglich ab, meistens
– wie der folgende Fall zeigt, sechs Monate alte Welpen…

Wir haben sehr sorgfältig darüber nachgedacht, ob wir die folgenden
Bilder veröffentlichen sollen, aber wir haben beschlossen, dass dies
die beste Art sei, das Andenken an die Gefallenen zu ehren und ihrem
sinnlosen Tod etwas Sinn zu geben.

Dieser Hund ist einer von Hunderten harmloser und unschuldiger Tiere,
die in den letzten paar Tagen in Polonezkoy getötet wurden. Wir haben
den Fall der Gendarmerie angezeigt, die sofort einen Bericht erstellt
und gesetzliche Prozeduren eingeleitet haben.

Die folgenden Bilder (siehe im Blog) sind selten zu sehen.

Sie zeigen den Effekt von fünf Kugeln im Körper eines sechs Monate alten Welpen.

Es sind grausame Bilder, die Wiedergabe der Barbarei, die wir heute in Beykoz
erleben.

In jedem Land Europas würde die Veröffentlichung von derartigen
Bildern Herrn Ergul seinen gemütlichen Job kosten. Tierfreunde würden
sich vereint erheben und sofort fordern, dass die Verantwortlichen
zurück treten.

Hier in der Türkei wissen wir wirklich nicht, was passieren wird… Die
Zeit wird es zeigen.

Wir zählen auf unsere Freunde in Deutschland und Holland, dass sie
stärker als je zuvor Stellung beziehen und uns helfen, diesen Alptraum
zu beenden.

In wenigen Tagen wird Herr Ergul nach Deutschland reisen, um seine
Freunde in Mühlheim an der Ruhr zu treffen. Dies hier soll ein
Boykottaufruf gegen diese Reise sein. Morgen werden wir Sie über die
detaillierten Reisepläne informieren.

Wir zählen auf Sie, Tierfreunde in der Türkei und in Europa, dass Sie
die derzeitige Verwaltung von Beykoz dort hin bringen, wo sie
hingehört, in die Geschichtsbücher.

Bitte kontaktieren Sie uns über den Blog. Wir brauchen Ihre Hilfe.

http://diekillervonbeykoz.wordpress.com/2008/05/17/die-apokalypse-von-beykoz-polonezkoy/

Update 19.06.2008

Diese Bilder hat eine deutsche Tierschützerin, die sich derzeit in Istanbul befindet, am Wochenende in Beykoz aufgenommen. Sie war sprachlos und fand keine Worte, das latente Grauen dort zu beschreiben. Sie hat einen Text in Ivans Blog gefunden, der passender nicht sein kann:

Looking from outside, the shelter looks very quiet, the few dogs left do not even bark anymore.
One can feel the atmosphere of fear among the dogs. They are waiting to see who is going to be next?! ”Where are they taking the ones of us that they choose?”

Genau das ist es, was ich beim Anblick des Tierheimes empfunden und dafür nicht die richtigen Worte gefunden habe.
Die stummen Hunde von Beykoz. Die Stille, die Angst der Hunde, wer wohl als nächstes geht, war zu spüren, in ihren Augen zu sehen. In den Augen der übrig gebliebenen Hunde. Von ehemals 2000.

In jedem Tierheim, das man betritt, egal in welchem Land, wird man mit lautem Hundegebell begrüßt. In Beykoz sind die Hunde verstummt. Was für ein unvorstellbares Grauen müssen sie erlebt haben, dass sie nicht mal mehr bellen ...