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KOSOVO / Pristina

 


Die aktuelle Lage im Kosovo

Es gibt mehrere zehntausende Straßenhunde im Kosovo, allein in der Hauptstadt Pristina weit mehr als 10.000, die Straßen sind über und über voll von überfahrenen, verwesenden Tierkadavern.

Die Kommunen versuchen erfolglos der Lage Herr zu werden durch Massenerschießungen!

(Eine unmenschliche und grausame Art der „Eliminierung“ von Straßenhunden in einem Land, in dem die Bevölkerung, und vor allem die Kinder heute noch unter dem Trauma des erlebten Krieges leiden!!!)

Viele Tiere werden dabei verwundet und sterben oft erst nach tagelangem Leiden! Welpen von überfahrenen oder erschossen Hündinnen bleiben zurück und gehen hilflos zu Grunde!

Auch Hunde die jemandem gehören streunen meist unkontrolliert herum, sind nicht kastriert und tragen so zur weiteren Verschärfung des Problems bei! Straßenhunde werden aus Unwissenheit und Angst, oft auch aus Dummheit gequält! Tollwut ist im Kosovo noch ein Thema!

Die Massenerschießungen der Straßenhunde sind nicht nur grausam, unmenschlich und illegal, sie sind in keinem Gesetz oder Verordnung der Republik Kosovo gedeckt, sie sind vor allem auch wirkungslos!

Nach Jahren der Vollziehung dieser grausamen Art der „Eliminierung“ von Straßenhunden gibt es auf den Straßen des Kosovo nicht einen Hund weniger!

Stimmen im eigenen Land die diese Missstände anprangern werden nicht gehört! Sie, und vor allem die Tiere brauchen unsere Unterstützung!

Wir möchten bessere Lebensbedingungen für die Tiere im Kosovo schaffen, ein Ende der grausamen und unmenschlichen Massenerschießungen und des damit verbundenen Leides der Tiere und eine effektive und wirkungsvolle Lösung der Probleme auf eine menschliche Weise, entsprechend europäischen und internationalen Empfehlungen und Standards erwirken.

Wir sind diesbezüglich bereits in Verhandlungen mit den zuständigen Behörden (Landwirtschaftsministerium, Veterinäragentur, Kommunen) und werden erste direkte Gespräche vor Ort Ende Mai stattfinden, mit dem Ziel Übereinkommen zu erzielen über:

· die Abschaffung der Massenerschießungen der Straßenhunde
· Organisation von Kastrationsaktionen
· Impfung der kastrierten Tiere gegen Tollwut
· Markierung der kastrierten und geimpften Tiere mit numerierten Ohrmarken
· Registrierung der markierten Tiere
· Schulung von lokalen Tierärzten während der Kastrationsaktionen
· Aufbau eines Systems, das von lokalen Tierärzten das ganze Jahr hindurch weiterkastriert wird
· Aufklärung der Bevölkerung mittels Medienkampagnen und Infoständen über die Notwendigkeit und Sinnhaftigkeit von Kastrationen, über das Verhalten im Umgang mit Straßenhunden, über verantwortungsbewusste Tierhaltung und wie jeder einzelne zur Verbesserung der Situation beitragen kann
· Kampagnen in Schulen zur Bildung der Kinder – sie sind die Zukunft des Landes
· weitere Zusammenarbeit mit den zuständigen Behörden und Hilfestellung um parallel zu unserem Projekt ein funktionierendes System zur Lösung des Problems im Kosovo aufzubauen

Wir arbeiten mit Hochdruck an der Sache und hoffen, dass wir – auch mit Ihrer Hilfe und Unterstützung – die erste Kastrationsaktion noch im Herbst dieses Jahres durchführen werden können!

Bitte helfen Sie uns damit wir gemeinsam den Tieren helfen können!

Christine, Projektleitung "KOSOVO"

Update Juli 2009

Wir waren im Mai wieder im Kosovo und mussten leider feststellen, dass sich die Situation für die Straßenhunde akut verschärft hat:

Es gibt im Kosovo zwar bis dato keine Tötungsstationen für Straßenhunde, allerdings finden das ganze Jahr über von den Gemeinden organisierte und von der Jägerschaft ausgeführte Massenerschießungen statt.

Leider kommt es im Kosovo – auch aus menschlichem Fehlverhalten – immer wieder zu Zwischenfällen mit Kindern/Hunden. Als einer davon im März dieses Jahres für einen 8-jährigen Jungen tödlich endete, eskalierte die Lage.
Es gab geschürte Debatten in Radio und Fernsehen, die Gemeinden gerieten durch die Bevölkerung verschärft unter Druck, der Ruf nach Tötungsstationen wurde laut und eine neue Welle an Massenerschießungen war die Folge.

Gerade jetzt befindet sich die Situation im Kosovo an einem Scheidepunkt. Wir haben es in der Hand, jetzt die Weichen zu stellen für eine bessere Lösung des Problems in der Zukunft, wir können jetzt durch ein positives Beispiel und das Aufzeigen von neuen Wegen und Lösungen die Errichtung von Tötungsstationen im Kosovo verhindern und die grausamen und unmenschlichen Massenerschießungen stoppen.
Es ist leichter (illegale) Erschießungen zu stoppen als die Schließung einmal errichteter Tötungsstationen zu erreichen!

Das Tierheim Kosovo ( www.kosovodogshelter.eu.tt ), das bereits seit vielen Jahren versucht gegen die grausamen und unmenschlichen Erschießungen anzukämpfen, braucht Hilfe und Unterstützung von außen, da die Stimmen im eigenen Land nicht gehört werden!

In Zusammenarbeit mit dem Tierheim Kosovo, das über die nötige Infrastruktur (wie Operationsräumlichkeiten, Räume zur Unterbringung und Versorgung der Tiere vor und nach der Operation) verfügt, werden wir jetzt im Herbst – auch in Zusammenarbeit mit der Gemeinde – die erste Kastrationsaktion in der multiethnischen Gemeinde Lipjan starten.

Wir legen dabei auch verstärkt Wert auf eine Verbesserung der Situation zwischen Hunden und Kindern und haben dazu eine Broschüre entworfen, um den Kindern das richtige Verhalten im Zusammentreffen mit Straßenhunden nahe zu bringen. Ein weiterer Schwerpunkt ist auch die Aufklärung der Bevölkerung mittels einer weiteren Broschüre, um eine möglichst hohe Akzeptanz des Projektes zu erreichen.

Und wir können der Bevölkerung durch ein positives, erfolgreiches Beispiel zeigen, dass es – auch trotz schwieriger Lebensumstände – wichtig ist, sich an etwas zu erinnern, dass auch tief in der albanischen Kultur verwurzelt ist: Nämlich die Verantwortung der Menschen für die Tiere. Schon im Kanun – dem Gewohnheitsrecht der Albaner aus dem 14./15. Jahrhundert – ist verankert:

„ Jedem Hund gebührt seine eigene Hütte. Sie dient zum Schutz des Hüters des Hauses.“

Was nichts anderes bedeutet, als dass wir auch für die Tiere verantwortlich sind. Sie sind lebende Wesen und sie verdienen unseren Respekt und sie brauchen unsere Hilfe!

Wir werden vom 15. bis 29. August wieder im Kosovo sein, um die noch zahlreichen Arbeiten für den Start des Kastrationsprojektes im Herbst zu erledigen und bitten Sie DRINGEND um finanzielle Unterstützung.
Wir haben hier die Chance mit diesem Pilot-Projekt auch ein Beispiel für all die anderen Gemeinden im Kosovo zu setzen!!!

Auch mit Sachspenden können Sie uns helfen:
Für das Projekt Kosovo benötigen wir noch
- Flugboxen für große Hunde (können auch leicht beschädigt sein)
- Hundefutter (welches wir Mitte August mit in den Kosovo nehmen können)
Sie können sich auch gerne an uns wenden, wenn Sie das Projekt Kosovo aktiv durch ihre persönliche Mithilfe unterstützen wollen.

Kontakt : Christine Sengl, Tierhilfe Süden Austria e.V., Projektleitung Kosovo
christine@tierhilfe-sueden-austria.at
sengl@A1.net
Tel.: +43 664 2406040


Update September 2009

Auch vom 15. bis 30. August waren wir wieder im Kosovo und konnten die noch zahlreichen Arbeiten für den Start des Kastrationsprojektes im Herbst erledigen.

Und wir haben es geschafft:

WIR WERDEN – als erste Tierschutzorganisation die im Kosovo tätig ist vom 28.9. bis 4.10.2009 DIE ERSTE KASTRATIONSAKTION IM KOSOVO DUCHFÜHREN!!! und bitten Sie DRINGEND um finanzielle Unterstützung.

Wir haben hier die Chance mit diesem Pilot-Projekt auch ein Beispiel für all die anderen Gemeinden im Kosovo zu setzen!!!

Wenn Sie das Projekt KOSOVO aktiv durch Ihre persönliche Mithilfe unterstützen wollen, bitte wenden Sie sich an uns, wir sind für jede Mithilfe dankbar!

Kontakt: Christine Sengl, Tierhilfe Süden Austria e.V., Projektleitung Kosovo
christine@tierhilfe-sueden-austria.at
sengl@A1.net
Tel.: +43 664 2406040


Update 16.11.2009

1. erfolgreiche Kastrationsprojekt im Kosovo vom 28.9. bis 4.10.2009

Am 25.9.2009, nachts, habe ich mich wieder auf den Weg in den Kosovo gemacht. Mit 200kg Hundefutter und sämtlichem medizinischen Zubehör für die Kastration von ca. 100 Hunden im Gepäck.

Nach meiner Ankunft am Samstag Morgen musste zuerst mal alles ausgeladen, sortiert und in der Klinik eingeräumt werden. Weiters musste eine Unterkunft für den Tierarzt, die Veterinärstudentin und mich gefunden werden. Diese fand ich gleich 2 Gehminuten vom Tierheim entfernt. Die Zimmer waren soweit ok, das Quartier war günstig, und ich wurde gleich mit dem kosovarischen Alltag vertraut, was in meinem Fall hieß: 3 Stunden Strom, 3 Stunden keinen. Kein Strom = Kein Wasser.
Schon ein einziger Blick in die Quarantänestation zeigte, dass es noch viel zu tun gibt für uns - auch nach dieser Woche. Die halbe Quarantänestation war voll mit Welpen die in den letzten Tagen/Wochen von der Straße aufgelesen wurden. Alles Weibchen. Viele Leute hier behalten sich die Männchen und schmeißen die weiblichen Welpen einfach auf die Straße.

Am Montag um 8.30 gings dann los. Trotz späten Starts und auch ohne weitere Hilfe, konnten wir an diesem ersten Tag 12 Hunde kastrieren.

Am nächsten Tag läutete mein Wecker bereits um 5 Uhr morgens, da die Veterinärstudentin Johanna Painer mit dem Bus aus Wien in Pristina um 6 Uhr ankommen sollte. Vom Busbahnhof gings direkt ins Tierheim und auch gleich los. Mittlerweile waren wir ja mit der Klinik schon vertraut und nun hatten wir auch noch eine weitere professionelle Hilfe!

Wie bereits bei meinen vorherigen Aufenthalten im Kosovo bemühte ich mich auch diesmal wieder um einen Termin beim Bildungsminister um zu erreichen, dass eine Unterweisung der Kinder im richtigen Umgang/Verhalten mit Straßenhunden im Schulplan verankert wird, zur Vermeidung der immer wieder vorkommenden Zwischenfälle zwischen Kindern und Straßenhunden. Diesmal gelang es auch einen Termin zu bekommen, doch als Florim (einer der Tierheimbetreiber) und ich pünktlich im Büro des Ministers erschienen konnte uns dieser aufgrund dringlicher Sitzungen im Parlament leider nur die Hand schütteln und erklärte uns, dass er leider nicht eine Minute für uns hätte. Aber wir geben nicht auf und werden es natürlich weiter versuchen, da wir die Aufklärung der Kinder als sehr wichtig empfinden !

Nachdem alle bereits im Tierheim wartenden Straßenhunde kastriert waren, mussten nachts weitere Hunde eingefangen werden, was keine leichte Aufgabe ist, da die Hunde sehr scheu sind und die letzten zwei Nächte es auch noch regnete. Florim und Nexh (die beiden Tierheimbetreiber sowie die Söhne von Nexh, Lis und Shpend und auch die Arbeiter Esat und Flamur waren jede Nacht stundenlang unterwegs um Hunde zu fangen).

Am Mittwoch mussten wir entdecken, dass unter den eingefangen Hunden auch ein sehr alter Hund war, der keine Zähne mehr hatte, sehr krank war und sich auch in einem sehr schlechten Allgemeinzustand befand. Wir haben uns die Entscheidung nicht leicht gemacht, aber uns dann doch schweren Herzens entschlossen ihn einzuschläfern und von seinen Leiden zu erlösen.

Am Donnerstag, als wir schon alle Hunde kastriert hatten, stellten wir fest, dass die letzte kastrierte Hündin blutete. Wir mussten sie in einer einstündigen Notoperation noch mal öffnen und nach der Ursache suchen. Gerade an diesem Tag war es (nach bisherigen sommerlichen Temperaturen) ziemlich kalt und nass. Durch die lange zusätzliche Operation war die Hündin sehr ausgekühlt und wir richteten für sie ein Speziallager mit guter Isolierung von unten, jeder Menge Decken und stellten vor ihre „Höhle“ einen Heizstrahler. Nach dem Abendessen fuhren wir nochmals ins Tierheim und konnten zu unserer Erleichterung feststellen, dass mit der Hündin alles in Ordnung war.

Die Hunde – die für die Kastration eingefangen wurden – werden wieder an ihre angestammten Plätze zurückgebracht. Als wir uns Sonntag Abend wieder auf den Weg zurück nach Wien machten, machte sich die Crew des Tierheims gerade bereit die erste Gruppe der Hunde wieder an ihre angestammten Plätze zurückzubringen.

Wir konnten in dieser Woche 72 Hunde kastrieren, was besonders in Anbetracht der Tatsache, dass es sich um die erste Aktion dieser Art im Kosovo handelte und natürlich sich erst alles einspielen musste, doch eine absolut gute Leistung ist. Und vor allem – ES IST EIN ANFANG!

Wenn man die vielen Straßenhunde sieht die täglich ums Überleben kämpfen, die vielen Tierkadaver auf den Straßen, die vielen Welpen die immer wieder verlassen aufgefunden werden und die – wenn sich keiner ihrer annimmt – elend zu Grunde gehen, dann MUSS man einfach etwas unternehmen.
Die Mehrzahl der von uns kastrierten Hunde waren Weibchen, wir konnten somit vielen Welpen ersparen in eine Welt geboren zu werden wo ein Großteil von ihnen zum sterben verurteilt ist und der Rest zum täglichen Kampf ums Überleben.

Wir danken vor allem Tierarzt Dr. Nikolai Mehandjiiski, der angehenden Tierärztin Johanna Painer, Florim, Nexh, Lis, Shpend sowie Esat und Flamur, alle vom Tierheim Kosovo.
Und unser ganz besonderer Dank gebührt natürlich Ihnen, denn Ihre Spenden haben es erst möglich gemacht, dass wir auch im Kosovo – wo sich sonst niemand für die Tiere einsetzt – helfen können.

Aufgrund der Tatsache, daß das gesamte Tierheim ohne Heizung ist und die Wetterbedingungen in etwa gleich wie hier sind, ist eine größere Aktion erst im Frühjahr 2010 wieder realistisch.
Es wird mit unseren Medikamenten in kleinerem Rahmen auch jetzt weiterkastriert. Das Tierheim konnte einen jungen engagierten Tierarzt für sich gewinnen (der uns auch die Stempel für die Pässe der mitgenommenen Hunde gab) der das Tierheim nun betreut.

Die Flyer wurden während unserer Kastrationswoche gerade in Druck gegeben und wurden mittlerweile - wie mir von Florim bestätigt wurde - auch fertig an das Tierheim ausgeliefert.
Ich hatte ca. 150 Ausdrucke der Flyer mit und habe diese auch verteilt.

Wir hoffen, dass sie uns auch weiter unterstützen werden das Tierleid im Kosovo zu mindern, wir jedenfalls wollen und können nicht aufgeben, nachdem wir gesehen haben, mit welchem Vertrauen uns diese Straßenhunde begegnet sind, obwohl sie doch immer wieder von Menschen verjagt und verscheucht werden.

Bitte helfen Sie uns mit Ihren Spenden !

Christine Sengl,
Projektleiterin Kosovo


Update Februar 2010

Liebe TierfreundInnen, MitgliederInnen und SpenderIinnen!

Auch der nächste Frühling kommt bestimmt und auch die Vierbeiner genießen schon bei den ersten Sonnenstrahlen die Vorfreude darauf.
Was bedeutet, dass wir in den nächsten Monaten wieder mit jeder Menge Welpen rechnen können.

Der Winter war dieses Jahr auch im Kosovo sehr lang und kalt und es kam immer wieder zu Engpässen beim Hundefutter, da die Zulieferung der Essenüberreste oft wochenlang ausblieb.
Auch während des Winters fanden sich immer wieder verlassene Hundewelpen denen geholfen werden musste, so dass die Quarantänestation im Tierheim nie leer wurde.

Wir stecken jedenfalls schon jetzt mitten in den Vorbereitungen für die nächste Kastrationsaktion im KOSOVO, die vom 10. bis 16. Mai stattfinden wird.

Die Aktion wird wieder unter der Leitung unseres bereits bestens bewährten Dr. Nikolay aus Sofia stattfinden, unterstützt werden wir weiters von einem jungen Tierarzt vor Ort, einer Tierfreundin aus Kärnten sowie einem kosovarischen Studenten, der hier in Wien an der Veterinärmedizinischen Universität studiert.

Im Vorfeld werden wir versuchen, die Kastrationswoche über die Medien zu bewerben, damit uns auch Privatpersonen Hunde zur Kastration bringen.
Wir werden auch diesbezügliche Aushänge in den Straßen und Geschäften veranlassen.

Außerdem stehen in dieser Woche dann auch einige Gespräche mit den kosovarischen Behörden an, da leider immer noch in einigen Gemeinden Massenerschiessungen durchgeführt werden.

Wir sind die erste und einzige ausländische Tierschutzorganisation die im Kosovo aktiv ist, wir sind erst am Anfang und natürlich mit vielen Problemen konfrontiert.
Wir bitten Sie DRINGEND um finanzielle Unterstützung, damit wir auch den vielen Strassenhunden im Kosovo helfen können in ihrem täglichen Kampf ums Überleben!

Christine Sengl, Projektleitung Kosovo


Update April 2010

Auf Grund von Terminkollision mußten wir die Kastrationswoche im Kosovo leider verschieben und so wird diese nunmehr vom 14. bis 20.6.2009 stattfinden!

Christine Sengl, Projektleitung Kosovo


Update 14.10.2010

Bericht über die Kastrationswoche 14.-20.6.2010

Wir (der Student Korab Harilaj und ich) sind am Samstag, den 12.6.2010, im Kosovo angekommen. Am Sonntag Früh kam die Studentin Fiona Fröhlich mit dem Bus aus Wien an und um 14 Uhr traf Dr. Nikolaj aus Sofia in Skopje ein von wo wir ihn abholten.

Die Situation mit Strom und Wasser wurde uns als "in den letzten Wochen stabil, ohne Probleme" geschildert. Wir waren jedoch gleich am Montag als wir unsere Arbeit aufnahmen sowie auch in den letzten Tagen der Woche immer wieder mit Stromunterbrechungen konfrontiert während derer wir nur Rüden kastrieren konnten (sofern vorhanden) da der Generator des Tierheims in Reparatur war und daher nicht zur Verfügung stand. Die Kastrationen verliefen ohne Probleme. Es wurden insgesamt 93 Hunde kastriert, davon 54 Hündinnen und 39 Rüden.

Der lokale Tierarzt Dr. Hysri Ymeri war uns eine große Hilfe bei der Besorgung der noch benötigten Medikamente, allerdings konnten wir ihn aus logistischen Gründen (Fehlen eines zweiten OP-Tisches) diesmal nicht beiziehen, dies sollte aber bei der nächsten Kastrationsaktion unbedingt möglich sein.
Der Student Korab Harilaj mußte sich leider am Montag Abend aufgrund einer Infektion am Bein in ambulante Spitalsbetreuung begeben und konnte leider den Rest der Woche aus gesundheitlichen Gründen nicht weiter teilnehmen. Die Studentin Fiona Fröhlich sowie auch die beiden Arbeiter des Tierheims, Esat und Kastriot, waren eine große Hilfe für Dr. Nikolay der mit dem Team sehr zufrieden war.

Am letzten Tag wurde uns noch eine Straßenhündin zur Kastration gebracht die hinkte. Wie wir nach genauerer Untersuchung feststellten hatte sie ein Hinterbein gebrochen. Wir versuchten dieses so gut es ging zu bandagieren. Genauere Untersuchungen mittels Röntgen sind im Kosovo leider nicht möglich, da kein Tierarzt über solche Geräte verfügt.

Zur Ausstattung des Tierheims konnten wir diesmal einen Ambu-Ballon mitbringen damit - sollte es zu Problemen während der Operationen kommen - eine Wiederbeatmung der Hunde möglich ist.

Leider mußten wir vor Ort feststellen, daß es immer wieder zu Schwierigkeiten mit der Futterzulieferung durch die KFOR kommt und das Tierheim diesbezüglich immer wieder vor großen Problemen steht. Es wurden daher von uns noch 600kg Hundefutter für das Tierheim gekauft zur Überbrückung der leider im Moment immer häufiger vorkommenden Engpässe.

Trotz aller Schwierigkeiten und der oft limitierten Möglichkeiten im Kosovo war die Woche ein Erfolg und das Vertrauen und die Zuneigung der Straßenhunde haben uns für alle Mühseligkeiten tausendfach entschädigt.

Als wir uns am Sonntag den 20.6.2010 auf den Weg nach Hause machten besuchten wir noch einmal die Quarantänestation die - wie immer - auch diesmal bis auf den letzten Platz mit (meist weiblichen) Welpen besetzt war. Einige wenige von tausenden Welpen die das Glück haben nun nicht mehr täglich ums Überleben kämpfen zu müssen.

Und wir haben ihnen allen versprochen wieder zu kommen und weiter für sie zu kämpfen...

Christine Sengl
Projektleitung Kosovo


Update 28.03.2011

Unsere 3. Kastrationswoche im Kosovo steht bevor:
Im April ist es wieder soweit!
Unsere zwei- und vierbeinigen Freunde warten schon sehnsüchtig darauf, dass wir wieder in den Kosovo kommen!
Nach einem langen und kalten Winter freuen sich alle über die ersten Sonnenstrahlen.

Es hat sich viel getan. Es gab Neuwahlen im Kosovo und eine neue Regierung wurde gebildet, was bedeutet, dass auch wir unsere Kontakte wieder neu knüpfen müssen.
Im Tierheim kämpfen wir mit den bekannten Problemen. Auch wenn es immer wieder zu Futter-Engpässen kam, haben den Winter alle gut überstanden.

Voriges Jahr mussten wir unsere für Mai geplante Kastrationswoche ja in den Juni verschieben, wo wir doch schon hochsommerliche Temperaturen hatten.
Um das zu vermeiden, haben wir die heurige Kastrationswoche bereits für 18. – 24. April angesetzt.
Mit dabei ist wieder unser bewährter Dr. Nikolay Mehandjiiski aus Sofia und die Studenten Korab Halilaj und Daniel Eschelböck, beide von der Vet.Med.Uni Wien.

Wir sind schon sehr gespannt was uns erwarten wird!

Unsere Vorbereitungen laufen bereits auf Hochtouren, die Kontakte zu den politischen Institutionen müssen neu hergestellt werden, auch wollen wir die Medien einbinden um die Aktion zu bewerben.
Wir haben die Hoffnung, dass uns diesmal noch mehr Menschen vor Ort ihre Hunde zur Kastration bringen, da diese Möglichkeit heuer bereits zum zweiten Mal beworben wird.

Wir hoffen, daß Sie uns auch dieses Mal nicht im Stich lassen und unsere Aktivität durch Ihre Spende unterstützen.
Wir – und damit auch Sie – sind die einzige Organisation die bisher im Kosovo aktiv ist und sowohl die Tiere als auch die beiden Tierheimbetreiber Nexh und Florim brauchen uns,
wir sind ihre einzige Hoffnung in ihrem täglichen Kampf ums Überleben!

Christine Sengl
Projektleitung Kosovo


Update 02.06.2011

Wir haben es wieder geschafft und auch die 3. Kastrationswoche im Kosovo vom 18. bis 24.4.2011 erfolgreich abgeschlossen!

Sogar im Fernsehen wurde über unser Projekt berichtet...

Gerade heuer hat uns dieses Projekt – schon bevor es richtig begonnen hatte – vor große Herausforderungen gestellt.
Nachdem mir der Student Korab Halilaj schon im Vorfeld abgesagt hatte, da er in der Projektwoche leider arbeiten musste, rief mich am Abend vor der geplanten Abreise in den Kosovo der Student Daniel Eschlböck, mit dessen Auto wir fahren sollten, an um mir mitzuteilen, dass er gerade einen Autounfall hatte, das Auto kaputt und er selbst verletzt ist. Gott sei Dank war seine Verletzung nicht ernsthaft, aber doch schlimm genug, um an der Kastrationswoche nicht teilnehmen zu können. Ich stand also einen Tag vor Abreise ohne Student, ohne Auto, dafür aber mit Medikamenten und medizinischem Equipement wie z.B. Einwegspritzen da, die ich nicht ohne Probleme mit dem Autobus über Serbien in den Kosovo bringen konnte.
Nachdem ich wieder einigermaßen klar denken konnte machte ich mich sofort an die Lösung der Probleme. Über meinen Tierarzt fand ich innerhalb von 2 Stunden Tina Pfützner, eine Studentin, die sich zu diesem Zeitpunkt zwar noch in Kärnten befand, sich aber in ihrer unheimlichen Flexibilität bereit erklärte, am nächsten Tag mit mir um 16 Uhr von Wien mit dem Bus für eine Woche in den Kosovo zu fahren. Und dann war da noch die Frau eines Bekannten, der im Kosovo bei der Veterinäragentur arbeitet, die zufälligerweise gerade in Wien war und in 2 Tagen nach Hause in den Kosovo flog. So war es uns möglich mit Unterstützung der Veterinäragentur Kosovo die Medikamente und das medizinische Zubehör durch sie mit dem Flugzeug in den Kosovo zu bringen. Wir haben fast die ganze Nacht durchgearbeitet, um die organisatorischen Dinge zu regeln, und erreichten dann doch noch rechtzeitig am Freitag um 16 Uhr den Bus nach Prishtina, wo wir am Samstag um ca. 10 Uhr vormittags eintrafen.

Am Sonntag holten wir – wie jedes Jahr – Dr. Nikolay aus Skopje ab, der dort mit dem Bus aus Sofia ankam.

Auch wie jedes Jahr wurde uns die Situation der Stromversorgung als zur Zeit „stabil“ beschrieben – und just als wir ankamen gab es auch hier wieder massive Probleme, so dass wir die ganze Woche nie wussten wann wir Strom und Wasser hatten. Gott sei Dank funktionierte der im Tierheim vorhandene Generator einwandfrei, so dass dieses Problem unsere Arbeit nicht beeinträchtigte, die wir am Montag Morgen mit ungebrochenem Elan begannen.

Heuer – im dritten Jahr unserer Bemühungen – ist es den Tierheimbetreibern erstmals gelungen, einen Kontakt zur veterinärmedzinischen Fakultät Prishtina herzustellen und hatten wir gleich am Montag zum ersten Mal einen Assistenten sowie einen Studenten der Fakultät zu Gast. Auch während der folgenden Tage nutzten die ortsansässigen Studenten immer wieder die Möglichkeit, unserem Tierarzt bei der Arbeit über die Schulter zu schauen.

Da unser Dr. Nikolay und die Arbeiter des Tierheims – allen voran Esat – bereits ein eingespieltes Team sind und auch die Verständigung mittlerweile sehr gut klappt, konnte ich die Zeit nutzen, um Termine wahrzunehmen. Dank unseres schon im Vorfeld hergestellten guten Kontaktes zur kosovarischen Botschaft in Wien haben wir es heuer geschafft Termine bei kosovarischen Behörden wie dem Gesundheitsministerium, Unterrichtsministerium und der Tierärztekammer zu bekommen.

Wir konnten auch einen Termin bei der Gemeinde Prishtina – die gerade zur Zeit unseres Projektes in Prishtina wieder Massenerschiessungen durchführte – bekommen. (Das Tierheim befindet sich außerhalb von Prishtina und war daher unser Projekt nicht direkt von den Erschießungen betroffen.) Ich war im Mai nochmals ein paar Tage im Kosovo und konnte bei der Gelegenheit erfahren, dass das Tierheim mittlerweile in Kontakt mit der Gemeinde Prishtina ist – unsere Bemühungen haben also doch zumindest ein bisschen Bewegung in die Sache gebracht. Auch gab es ein sehr positives Gespräch mit dem neuen österreichischen Botschafter in Prishtina, der absolutes Interesse signalisierte, sich für die Sache einzusetzen – zumal er und seine Frau selbst schon einen kosovarischen Straßenhund adoptiert haben.

Durch unsere hartnäckigen Bemühungen haben wir auch erreicht, dass wir – auch erstmals -zwei kosovarische Fernsehanstalten vor Ort hatten die über unser Projekt und die Problematik der Straßenhunde – auch gerade anlässlich der in Prishtina gerade aktuellen Massenerschießungen – berichteten.

(Beitrag über Projekt samt Interview des kosovarischen TV-Senders KTV: http://www.youtube.com/watch?v=B2Ja2iYoA5o)



Das Zustandekommen all dieser Termine und Treffen war mit sehr viel Aufwand verbunden, es mussten sehr viele Telefonate und Gespräche geführt werden, so dass meine Tage – die ich aus diesem Grund großteils in Prishtina verbrachte – mehr als ausgefüllt waren.

Währenddessen hatten Dr. Nikolay und Tina im Tierheim auch alle Hände voll zu tun, da der absolute Großteil der heuer kastrierten Hunde Weibchen waren. So waren die täglich ca. 15 Hunde, die sie kastrieren konnten, eine ausgesprochen tolle Leistung. Aufgrund des heuer doch zeitig gewählten Zeitpunktes hatten wir auch mehr trächtige Hündinnen dabei und konnten so die Problematik noch besser bekämpfen.

Es konnten in dieser Woche insgesamt 88 Hunde kastriert (und mit Ohrmarken versehen) werden, davon 60 Hündinnen und 28 Rüden.

Alles in allem war es eine sehr stressige, aber auch sehr erfolgreiche Woche. Wir freuen uns sehr, dass sich endlich etwas zu bewegen scheint und unsere hartnäckigen Bemühungen und Mühen Früchte tragen. Es ist auch schön zu sehen, wenn wir in der Umgebung des Tierheims immer öfter auf Hunde treffen, die bereits eine Ohrmarke tragen.

Am vorletzten Tag der Projektwoche wurde uns noch auf tragische Weise das Schicksal vieler Straßenhunde im Kosovo vor Augen geführt, genau vor unserem Quartier wurde ein Hund von einem Auto angefahren. Der Hund lief hinkend davon. Es wurde uns später berichtet, dass er gesehen wurde und soweit in Ordnung sein dürfte, er hatte einen Schutzengel und mehr Glück als so mancher seiner Artgenossen.

Letztlich konnte ich bei meinem folgenden Aufenthalt im Kosovo im Mai noch zwei ca. 5 Monate alte Straßenhunde die ein junger Kosovare aufgezogen hatte vermitteln, einer fand im Tierheim Platz und der andre bei Skender, unserem Vermieter – auch für diese beiden Fellnasen gab es also noch ein Happy-End.

All dies zu vollbringen und den Vierbeinern und Zweibeinern die sich dort um die Vierbeiner annehmen Hoffnung und Hilfe zu geben, ist uns nur durch IHRE Unterstützung möglich.

Wir freuen uns schon heute auf das nächste – sodann 4. – Kastrationsprojekt im Kosovo und hoffen, dass irgendwann der Zeitpunkt kommt, dass wir mit den Behörden zusammenarbeiten werden um eine gemeinsame Lösung der Straßenhunde – ohne Massenerschiessungen – zu finden.

Danke für Ihre Unterstützung !

Christine Sengl
Projektleitung Kosovo
Tel: +43 676 3132324

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Update 18.07.2011

EIN GROSSER ERFOLG - der ohne SIE liebe Spender und Spenderinnen nicht möglich wäre:

Am vorigen Donnerstag, den 14.7.2011 hat die Gemeinde Pristina beschlossen, dass die Strassenhunde nicht mehr getötet, sondern kastriert werden !!!

Ein erster und wichtiger Schritt, da es sich bei der Gemeinde Pristina um eine der wichtigsten Gemeinden handelt, da es sich hier bei auch um die Hauptstadt von Kosova handelt und diese Entscheidung der Gemeinde auch eine große Hilfe bei den Verhandlungen mit den anderen Gemeinden sein wird.

Ein erster Schritt - aber es gibt noch genug Arbeit für uns zu tun und wir hoffen, dass Sie uns - und vor allem die vielen vierbeinigen Freunde die auf unsere Hilfe angewiesen sind - weiter unterstützen!

Aufgrund der aktuellen Entwicklungen im Kosovo wollen wir die Chance der Stunde nutzen und noch in den nächsten Monaten weitere Aktivitäten setzen. Genauere Informationen in Kürze!

Link 1: Klick

Link 2: Klick

Christine Sengl
Projektleitung Kosovo

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Update 22.07.2011

WIR GEHEN WIEDER IN DEN KOSOVO – vom 22.-28. August!!!

Aufgrund der jüngsten Ereignisse im Kosovo...

- die Gemeinde Pristina hat beschlossen, die Straßenhunde nicht mehr zu erschießen sondern zu kastrieren,

- wir haben guten Kontakt zur Veterinärkammer Kosovas und sind diese daran interessiert, gemeinsam auch andere Gemeinden zu besuchen um Aufklärungsarbeit zu leisten,

- wir haben endlich auch gute Kontakte zu den Medien, wodurch wir zukünftige Aktionen besser, medienwirksamer und weitreichender bewerben können,

...haben wir uns entschlossen, heuer verstärkt im Kosovo aktiv zu sein und noch im August – vom 22. bis 28. August 2011 eine weitere Kastrationswoche durchzuführen
und gemeinsam mit der Veterinärkammer und den Medien weitere Aufklärungsarbeit – auch in anderen Gemeinden des Kosovo – zu leisten.

Unterstützen werden uns dabei unser bereits bestens bewährter Dr. Nikolay Mehandjiiski, Isabella Graner und Korab Halilaj, beide Studenten der Vet.med.Uni Wien.

Christine Sengl,
Projektleitung Kosovo

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Update August 2011

Bericht Kosovo August 2011:

Da ich diesmal schon ein paar Tage früher im Kosovo war nutzte ich die Zeit und konnte erreichen, dass wir diesmal im Radio mehrmals täglich eine kurze Einschaltung hatten, dass uns die Leute während der Kastrationswoche vom 22. bis 28.8.2011 Hunde vorbeibringen können. Auch in einem kurzen Fernsehinterview hatte ich die Gelegenheit darauf aufmerksam zu machen.

Auch gab es wieder ein Treffen mit Dr. Xhevdet Krasniqi von der Tierärztekammer der uns bestätigte, dass – aufgrund der Entscheidung Gemeinde Prishtina keine Erschiessungen mehr durchzuführen sondern die Straßenhunde zu kastrieren – erste Gespräche zur Inangriffnahme dieser – auch administrativ – großen Angelegenheit angelaufen sind.

Auch gab es ein Treffen mit dem Bildungsminister Rame Buja bei dem wir unser Anliegen, dass auch im Schulplan eine Auseinandersetzung mit dem Thema Kinder und Straßenhunde implementiert werden soll, vorbrachten und das sehr positiv verlaufen ist. So hat uns der Minister zugesagt, dieses Thema bei dem bevorstehenden Treffen aller Schuldirektoren des Kosovo vorzubringen.

Bei all diesen Gesprächen wurde ich tatkräftig von unserem Studenten der Vet.Med.Uni.Wien, Korab Halilaj, unterstüzt.

Am 21.8.2011 trafen dann die Studentin Isabella Graner aus Wien und Dr. Nikolay Mehandjiiski aus Sofia ein, den wir – wie immer – aus Skopje abholten.

Die Mannschaft des Tierheims war unermüdlich jede Nacht unterwegs Hunde zu fangen, eine Aufgabe die sehr schwierig ist, da die Hunde oft sehr scheu sind.
Dank ihrer wirklich tollen Leistung konnten wir diese Projekt mit beachtlichen, bisherigen Rekordzahl von 91 Hunden abschließen! Die Kastrationen verliefen ohne jegliche Zwischenfälle, zwei Hündinnen konnten wir mit der Operation sogar das Leben retten, da sie eine akut eitrige Gebärmutter hatten und ohne Behandlung sicherlich daran gestorben wären.
Auch einer der Tierheim-Katzen die an einer schlimmen Infektion der Oberlippe litt konnten wir helfen indem wir sie mit Antibiotika behandelten.

Diesmal hatten wir zwar keine Studenten der veterinärmedizinischen Fakultät Prishtina zu Gast, aber es schauten doch fast jeden Tag immer wieder interessierte einheimische Tierärzte vorbei und auch die Veterinäragentur von Kosova kam vorbei um sich ein Bild von unserer Arbeit vor Ort zu machen.

Auch unser Aufruf in Radio und Fernsehen zeigte erste Erfolge, es kamen auch erstmals Einheimische und brachten uns Hunde zum kastrieren.
Darunter z.B. auch ein junger Kosovo-Albaner der bereits zu Weihnachten eine trächtige Hündin zu Hause aufgenommen, die Welpen aufgezogen und vermittelt, und als sie jetzt wieder trächtig war wiederum die Welpen aufgezogen und vermittelt hat. Er konnte dies nur, weil auch die ganze Familie dahinterstand und diese Entscheidung mitgetragen hat.

Wir freuen uns, dass auch dieses Projekt ein voller Erfolg war und dass .- auch wenn weiterhin immer noch zu viele Hunde und auch Welpen auf den Straßen täglich ums Überleben kämpfen müssen – doch Erfolge zu verzeichnen sind und es positive Entwicklungen und Erlebnisse gibt die uns zeigen, dass es sich lohnt zu kämpfen!

Christine Sengl
Projektleitung Kosovo

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Update Mai 2012

Liebe TierfreundInnen,
Wie bereits berichtet hat die Gemeinde Prishtina voriges Jahr im Juni beschlossen die Strassenhunde nicht mehr zu erschiessen.
Das Tierheim Kosovo, mit dem wir bisher zusammengearbeitet haben, hat diesbezüglich den Auftrag von der Gemeinde bekommen die Strassenhunde von Prishtina zu kastrieren, zu registrieren und zu impfen.
Es freut uns ganz besonders, dass auch wir und vor allem SIE liebe Spender/innen zu diesem grossen Erfolg beitragen konnten!

Wie erwartet zeigen nach diesem beispielgebenden Entschluss der Hauptstadt auch immer mehr andere Gemeinden im Kosovo Interesse an Kastrationsprogrammen.
Wir haben uns nunmehr entschlossen die Kastrationwoche im Frühjahr (11.-17. Juni 2012) in Zusammenarbeit mit Animal Friends of Kosovo in der Gemeinde Skenderaj durchzuführen.
Es wird dies eine absolute Herausforderung da wir hier nicht ein bestehendes Tierheim samt Equipment zur Verfügung haben, sondern in zwei Containern und mit mobilen Post-OP Boxen arbeiten werden.
Es wird dies jedenfalls eine bereichernde Erfahrung und Gelegenheit sein den anderen interessierten Gemeinden wie z.B. Ferizaj und Podujevo zeigen zu können, dass man diese Aufgabe auch mit relativ einfachen Mitteln erfüllen kann.

Wie immer hoffen wir natürlich auch weiter auf IHRE Mithilfe, da unsere Projekte ohne Ihre Spenden nicht möglich wären.

Stellvertretend für alle Straßenhunde im Kosovo möchte Ihnen heute eine kleine Hündin aus Mitrovica DANKE sagen für ihre unermüdliche Unterstützung.
Die kleine "Lexi" wurde im Dezember 2011 im Alter von ca. 5 Wochen von zwei österreichischen Polizistinnen in Mitrovica gefunden und gerettet und wird am 1.6.2012 nach Österreich reisen.

Liebe Grüße aus dem Kosovo,

Christine Sengl


Update Juni 2012

SKENDERAJ – Kosovo | Juni 2012

Endlich ist es geschafft und auch der Bericht über unser Projekt im Kosovo vom 11. bis 17.6.2012 fertig.
Wie bereits vorab kurz berichtet, haben wir uns einer neuen Herausforderung gestellt und in Zusammenarbeit mit Animal Friends of Kosovo das erste Projekt in Skenderaj - im Herzen des Kosovo - gestartet.

Wir hatten hier nicht den Komfort eines bestehenden Tierheims mit OP-Saal auf das wir zurückgreifen konnten. Die Gemeinde stellte uns zwei Container zur Verfügung von denen wir einen für die Vorbereitung der zu operierenden Hunde nutzten. Der zweite Container musste zum OP-Saal umgebaut werden. Da die Temperaturen im Juni schon sehr heiss waren musste ein Fenster eingeschnitten und extra Holztürrahmen mit Fliegengittereinsätzen angebracht werden um Tageslicht und Luftzirkulation zu gewährleisten. Weiters wurde eine Zwingeranlage gebaut um die Hunde vor und nach der Operation unterbringen zu können
Bis zur Ankunft von Dr. Nikolay wurde fieberhaft an der Anlage gearbeitet und am 10. Juni war es dann soweit: Die Anlage konnte von Dr. Nikolay - der aus Sofia angereist war - inspiziert werden und wurde auch von diesem für gut befunden. Es konnte also losgehen!
Was wir allerdings noch benötigten, das waren... HUNDE... Bisher befanden sich nur ca. 15 Hunde in der Anlage die darauf warteten kastriert zu werden.
Während der Vorbereitungsarbeiten wurde unser kleines Camp immer wieder von neugieren Kindern besucht. Und diese waren es auch, die uns in den nächsten Tagen die benötigten Hunde bringen sollten.
Neben unserem bewährten Dr. Nikolay aus Sofia gesellte sich auch wieder Korab yum Tiem, der kosovarische Medizinstudent (Vet.Med.Uni. Wien) sowie weiters Moni (ein kosovarischer Veterinärassistent) sowie Dennis, Valmir und Valon von Animal Friends of Kosovo.
Während der ersten Tage konnten wir feststellen, dass wir an alles gedacht hatten und für die gestellte Aufgabe bestens vorbereitet waren. Immer wieder schauten neugierige Anwohner vorbei, einige brachten uns auch Hunde um sie gegen Tollwut impfen zu lassen.
Eine traurige Geschichte war, als eine albanische Familie ihren Familienhund brachte der jetzt 5 Jahre alt war und den sie nicht mehr wollten weil er nun "alt" sei, und ihn uns für 2 Euro überließen.

Auf der anderen Seite konnten wir in dieser einen Woche - auch Dank der bereits erwähnten Kinder die uns immer wieder besuchten - 4 Hunde vermitteln. Wir konnten uns auch davon überzeugen, dass diese in eingezäunten Grundstücken leben und so zumindest dem ungewissen Schicksal als Strassenhunde entgehen konnten.
Zum Ende der Woche konnten wir auf die absolut gute Bilanz von mehr als 67 kastrierten Hunden zurückblicken und auf ein Projekt, das wir aus dem Nichts aufgebaut hatten und das ein absoluter Erfolg wurde.
Auf Initiative von Animal Friends of Kosovo kamen im Juli und August noch eine Tierärztin aus Mallorca, ein Tierarzt aus Italien sowie Veterinäre aus Holland
und haben mit den von uns finanzierten Materialien weiterkastriert.
Alles in allem der Beginn einer erfolgreichen Zusammenarbeit, die im Sinne der Tiere weitergeführt werden kann und wird!
En Bild sagt bekanntlich mehr als tausend Worte - und so legen wir Ihnen die Bilder dieses Projektes ans Herz, die sowohl Danke sagen für die bisherige Unterstützung, die aber auch die Hoffnung auf Ihre und unsere weitere Hilfe in sich tragen.

Die Straßenhunde im Kosovo die täglich um ihr Überleben kämpfen brauchen und verdienen auch weiterhin unsere Hilfe und Unterstützung!
Bitte helfen Sie uns weiterhin diese Aktionen im Kosovo möglich zu machen – danke !

Christine Sengl
Projektleitung Kosovo

Dennis von Animal Friends of Kosovo schrieb folgendes... Auch wir möchten uns ganz herzlich für die gute Zusammenarbeit mit Animal Friends of Kosovo bedanken…

From: Dennis @ Animal Friends of Kosovo <dennis@afkosovo.org>
Date: 2012/6/18
Subject: Thank you.
To: christine.sengl@gmail.com

Dear Christine

On behalf of Animal Friends of Kosovo I would like to express our sincere thanks to you personally for all your help and assistance in the implementation of the 1st phase of our CNVR Program in Skenderaj. Please also pass on our sincere thanks to your organisation Tierhilfe Sueden Austria for the financial support of the program.

We thoroughly enjoyed working with you, Dr Nicholai and Korab and it was a great challenge to build this from nothing and in the short time we learnt so much and now can continue to sterilize the dogs of Skenderaj with a much greater knowledge. I am sure that the program will go from strength to strength…

We hope that in the future we will be able to work together on similar projects.

Thank you

Dennis

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