zurückProjekte

KROATIEN / Opatja - Lovran

 


Start


In diesem Monat habe ich wieder 3 Tage in Opatija und Lovran verbracht, um noch vor dem Winter vorort zu helfen.
Am ersten Tag konnte ich zahlreiche Medikamente und eine große Menge Futter an die beiden Katzenmütter übergeben.
Sie sind darüber sehr dankbar, da so die über 80 täglich gefütterten Strassenkatzen viel bessere Lebensbedingungen haben.
Jetzt in der kalten Jahreszeit leiden die Tiere häufig an Erkältungen und sind durch den starken, sehr kalten Wind geschwächt und brauchen dringend das mitgebrachte Antibiotikum und die anderen Arzneimittel.

Am nächsten Morgen war ich bei der örtl. Tierschützerin, Fr. Dolores Stanger, in Lovran auf Besuch. Sie und ihre Helferinnen haben am Samstags-Markt einen kleinen Stand aufgebaut, um für über 20 verstoßene und obdachlose Katzenbabys und Hunde ein neues Zuhause zu finden. Viele der armen Tierchen wurde von ihren Besitzern einfach auf die Strasse geworfen und hätten keinerlei Chance zu überleben.
Die Frauen bemühen sich sehr, gute Plätze für die Kleinen zu finden, leider ist das sehr, sehr schwierig.
Die Zahl der zu kastrierenden Strassenkatzen ist wieder auf weit über 100 gestiegen!
Sehr traurig hat mich ein Plakat im Zentrum von Opatija gemacht, dass am 15.10.2007 wieder eine Vergiftungsaktion stattgefunden hat!
Viele der armen Tiere fallen jährlich diesen qualvollen Tötungen zum Opfer! Die Stadt Opatija ist trotz Protestschreiben der örtlichen Tierschützer und von Euch noch immer nicht bereit damit aufzuhören und den wehrlosen Tieren zu helfen.
Leider habe ich dieses mal auch sehr arme Katzen gesehen, denen die Augen ausgestochen, oder die Schwänze abgehackt wurden. Auch sie brauchen dringend unsere Hilfe!

Liebe Tierfreunde, bitte unterstützen Sie die armen Strassenkatzen von Opatija und Lovran und unsere Arbeit weiter, es gibt noch so viel zu tun!!


Ursula Heinisch, Dezember 2007


Bitte helfen Sie uns gegen die alljährlichen Vergiftungen in Opatija/Lovran zu protestieren:

Bezüglich des Aushangs wegen Vergiftungen gehe ich von Folgendem aus:
Jedes Jahr werden Köder (Gift in eine Art Wachs eingegossen) wegen Ratten und Mäusen ausgelegt, demzufolge muss wegen Kindern und Haustieren gewarnt werden. Nach den Vorschriften müssen die Köder tief in die Erd- und Mauerlöcher versteckt werden.
Die Offiziellen behaupten die Katzen und Hunden fressen so eine Mischung nicht.

Für die gleichzeitig vergifteten Tiere geben sie folgende Erklärung ab:
Bösartige Menschen nutzen die angekündigte Rattenvergiftungen und setzen zu gleicher Zeit ihre Gifte aus (glaubt wer will...).

Hier die Adressen der Stadt und Gemeindevertreter:

1.Dr.sci.Amir Muzur - Grad Opatija, M.Tita 3 , 51410 Opatija (Bürgermeister) / e-mail : gradonacelnik@opatija.hr
2. Emil Gržin, dipl.oecc, - Op?ina Lovran, M.Tita 41, 51415 Lovran / e-mail: opcina.lovran@ri.t-com.hr
3. Bruno Frlan - Op?ina Matulji, Trg M.Tita 11, 51211 Matulji / e- mail: opcina.matulji@ri.htnet.hr
4. Anton Rudan - Op?ina Moš?eni?ka Draga, Trg slobode 7 - 51417 Moš?eni?ka Draga / e-mail: mosc-draga-opcina@ri.htnet.hr

März 2007


Update

Fr. Stanger hat mich gestern angerufen, weil sie im April wieder Vergiftungsaktionen machen! Es ist so traurig, wenn sie nicht damit aufhören!
Sie bringen die von uns gefütterten, versorgten und kastrierten Katzen um !!

BITTE PROTESTIEREN !!!

Hier der original Aushang, der im April und Oktober angeschlagen wurde / jpg

Hier der übersetzte Aushang / doc / pdf

Hier das Protestschreiben / doc / pdf

Ursula Heinisch, 28.3.2008


Update

Die vergangene Woche habe ich wieder in Opatija verbracht und positives als auch negatives erlebt:

Kaum angekommen, bin ich gleich zu meinen vierbeinigen Lieblingen in den Park geeilt. Alle Katzen, bis auf eine weiße, die leider von einem Auto überfahren wurde, sind wohl auf.
Durch die täglichen Fütterungen haben sie den Winter gut überstanden. Ein paar Tiere hatten entzündete Augen, doch mit den mitgebrachten Augensalben war das Problem bald behoben.
Am nächsten Morgen fütterte ich zwei ausgesetzte Katzen vor dem Nachbarhotel, als beim hochträchtigen Weibchen plötzlich die Wehen einsetzten! Sie rannte schreiend auf der Promenade auf und ab und wußte nicht wohin.
Ich organisierte sofort einen Karton und suchte an der Hausmauer eine ruhige Niesche, wo sie ungestört ihre 5 Jungen zur Welt brigen konnte. Diese 4 Stunden waren für mich ein sehr schönes und unvergessliches Erlebnis.
Ich bat zwei der örtlichen Tireschützerinnen um Hilfe, doch keiner kam.
Den Ratschlag Mutter und Babys unter einen Strauch zu stellen, lehnte ich entschieden ab! Stattdessen bettete ich sie trocken und stellte sie einer Tierschützerin vor die Tür, so waren die kleinen Wesen in Sicherheit.
Leider kooperieren die Menschen dort oft nur nach Lust und Laune, nicht nach Dringlichkeit!!!

In den nächsten Tagen fütterte ich zusätzlich einige halb verhungerte Katzen in den verwinkelten Gassen von Opatija. Diese hatte ich noch nie zuvor gesehen. Leider ist das Leid noch immer allgegenwärtig.
Besonder fiel mir aber ein völlig abgemagertes, beinahe haarloses und einäugiges Kätzchen auf. Ich habe noch nie zuvor ein so elendes Tier gesehen!
Sie sah mich total verzweifelt an, sodaß Dolores und ich trotz starken Regens noch am selben Abend aufbrachen um sie zu fangen.
Der Tierarzt stellte fest, daß sie trächtig war, die Haare abgeschoren worden waren und in ihrem Auge ein Metallstift steckte!!!
Glücklicherweise hat Dolores bereits einen guten Platz für dieses gequälte Tier gefunden.

Wie bei jedem Aufenthalt brachte ich Futter und Medikamente für die Samtpfoten nach Opatija mit. Es macht mich glücklich zu sehen, wie sie gut genährt in der Sonne schlafen und sich von den Touristen fotografieren lassen. Aber es gibt noch so viel zu tun!

Am Ende der Woche fuhr ich zu Dolores nach Lovran, um "meine" Babys zu besuchen. Ich freute mich so sehr darauf, als ich sah unter welch schrecklichen Bedingungen sie die Katzen untergebracht hatte, brach ich aber in Tränen aus.
In einer völlig dunklen Abstellkammer eines aufgelassenen Kinos stand der große Käfig unter unzähligen Boxen und Gerümpel versteckt.
Den Kätzchen und ihrer Mutter ging es soweit gut und sie schnurrte als ich sie streichelte.
Dolores sagte, daß niemand vom Aufenthalt der Katzen wissen dürfe, da sie sie sonst erschlagen würden!
Es saßen noch ein paar andere Katzen in diesem Raum, den ganzen Tag bei völliger Dunkelheit!

Es muß dringend ein geeigneten Raum gefunden werden, wo Dolores ein paar Tiere zwischenzeitlich unterbringen kann.
Niemand, nicht einmal der Bürgermeister wollte oder konnte bis jetzt helfen!!!
Die wenigen tierlieben Menschen haben bereits so viele Strassentiere aufgenommen, daß sie selbst kaum Platz zu leben haben.

Seit vielen Jahren versuchen Dolores und ihre wenigen Helfer ein Grundstück oder ein kleines Häuschen zu erwerben, leider fehlt das Geld.

Bitte helfen Sie den Tiere in Opatija und Lovran, die momentanen Zustände sind unvorstellbar!

Ursula Heinisch, April 2008

Hier die aktuellen Bilder:

Start

Update 18.09.2008

Bericht von Dolores, Tierschutz Opatija/Lovran, 17.9.2008:

Liebe Ursula, liebe Sylvana !

Diesen Sommer war ich einige Male im Hundeasyl in Zadar und Benkovac. Die Situation hat sich durch Euer großes Engagement sehr gebessert. Den Hunden geht es besser und die Versorgung funktioniert.

In Opatija, Lovran und Medveja wurden wieder in den letzten Monaten über 100 Katzen und einige Hunde kastriert. Leider gibt es noch immer so viele arme Tiere die auf der Strasse ihr Leben fristen.
Sie alle müssen noch dringend kastriert werden!! Speziall jetzt im Herbst ist die Situation sehr schlecht, die Tiere leiden an Hunger und Kälte.
Wir bemühen uns weiter ein altes Haus mit Garten in Lovran zu finden, damit wir die vielen Strassentiere unterbringen können. Leider ist die Stadt Lovran noch immer nicht bereit, uns dabei zu unterstützen!
Jetzt im Herbst gibt es wieder sehr viele junge Kätzchen, die dringend einen Platz brauchen. Sie können den kalten regenreichen Winter auf den Strassen nicht überleben. Wir bingen die Tiere zwischenzeitlich im Abstellraum des alten Kinos unter, da unsere Helfer wegen Überfüllung keine mehr aufnehmen können.
Der Raum ist aber winzig klein und ohne Fenster!
Für einige Kätzchen (mit nur einem Auge...) suchen wir DRINGEND Plätze. Details dazu unter "NOTFELLE".

Im August war ich auf der Insel Vis, dort ist die Situation der Strassentiere ganz, ganz schrecklich!
Unzählige hungrige Katzen und ihre Babies laufen durch die Strassen, doch keiner hilft ihnen! Im Oktober sollen sie alle vergiftet werden. Ich habe viel Futter verteilt, leider war es nur ein Tropfen auf dem heißen Stein.
Gleich darauf habe ich Protestmails an den Bürgermeister der Insel Vis, Dugi otok und ?iovo versandt. Bitte helft uns diese schrecklichen Tötungen zu verhindern und die Menschen zum Umdenken zu bewegen.
Hier die Adressen für euer Protestschreiben doc / pdf
Nachfolgend ein paar Fotos der Strassenkatzen von Vis.

Danke für Eure Hilfe im Sinne der Tiere, Dolores

Update 10.12.2008

Mitte November war es wieder soweit, ich verbrachte 4 Tage in Opatija und Lovran. Ich konnte dringend benötigte Medikamente wie Ohren- u. Augensalben, Antibiotika, Darmmittel, Wurmtabletten etc. den beiden Katzenmüttern übergeben. So können die unzähligen, von uns betreuten obdachlosen Katzen gut über den Winter kommen. Das mitgebrachte Futter wurde auch schon sehnsüchtig erwartet.
Trotz des starken Regens machte ich mich zu Fuß zum 5km entfernten Hafenort Volosko auf, und habe dort nach den Katzen auf der Hafenmauer gesehen. Als sie mich mit den Futterdosen näher kommen sahen, liefen sie freudig herbei. Ich habe mich sehr gefreut, dass alle wohl auf und halbwegs gut genährt sind.
Am nächsten Tag traf ich einen Stadtrat der Stadt Opatija, mit dem ich über das Katzenproblem gesprochen habe. Leider hatte er keinerlei Verständnis für mein Anliegen endlich mit den grausamen Vergiftungen aufzuhören!
Er als Vertreter der Stadt Opatija meinte, die Bevölkerung habe Angst um die Gesundheit ihrer Kinder, da die obdachlosen Katzen Krankheiten übertragen könnten und deshalb würde man sie töten!
Ich informierte ihn über unsere jahrelangen Aktivitäten, die Katzen zu kastrieren, sie mit Medikamenten und Futter zu versorgen und dass die Tiere keinerlei Gefahr für die Bevölkerung darstellen. Außerdem habe ich ihm Unterlagen und Infos für den Bürgermeister mitgegeben.
Ich habe ihn gebeten im Namen der Katzen, der vielen tierlieben Touristen in Kroatien und der Tierhilfe Süden Austria endlich mit uns zu kooperieren!
Die Stadt Opatija muss endlich umdenken und statt der Gelder für Tötungen, den Tierärzten den Auftrag zu Kastrationen erteilen!
Es hat mich sehr traurig gemacht, als ich wieder Infoblätter über Tötungen im Oktober und November auf Bäumen und Laternenmasten gesehen habe. Es ist ein Kampf gegen Windmühlen, aber wir kämpfen weiter - für die Tiere !

Bitte helft uns auch weiterhin bei unserer Arbeit! Nur durch ständige Kastrationen kann das immer wiederkehrende Leid gemindert werden.
Die kroatische Tierschützerin, Fr. Stanger und ihre Helfer sammeln permanent Katzenbabys in Parks und am Strassenrand auf, die sie zwischenzeitlich notdürftig unterbringen.
Die Städte Opatija und Lovran sind nicht bereit den Tierschützern einen Raum oder ein geeignetes Grundstück zur Verfügung zu stellen, damit in Zukunft die Strassentiere besser versorgt werden können!
Ich werde bei meinem nächsten Aufenthalt im Frühjahr 2009 mit dem Bürgermeister der Stadt Opatija ein Gespräch führen und ihn um seine Unterstützung und Kooperation ersuchen.

Fr. Stanger hat mich gebeten Kissen für die Katzen zu sammeln, da sie kein Geld haben welche zu kaufen. So habe ich als kleines Weihnachtsgeschenk einige Fleecekissen genäht, damit die Kätzchen ein kuscheliges und warmes Bettchen haben. Weitere Kissen können Sie gerne direkt zu Ursula per Post senden, Adresse auf Anfrage...

Bitte heft uns auch weiterhin mit Euren Spenden! Die Katzen brauchen uns so sehr!!

Die Straßenkatzen bei der Fütterung...

Ursula, Dezember 2008

Update 19.01.2009

Die Nachricht über Hr. Robis plötzlichen Tod hat mich sehr traurig gemacht.Er war ein sehr guter Mensch und hat die Tiere sehr geliebt.
Er hat alle Katzen und Hunde, die Hilfe gebraucht haben bei sich aufgenommen und leider keines mehr hergegeben. So kamen bald mal 30 Katzen und 7-8 Hunde zusammen.
Die Tierärztin Saskia konnte auch immer auf seine Hilfe zählen und in seinem Haus kostenfrei kastrieren.
Er wohnte in seinem kleinen Steinhaus mit Garten, man konnte kaum gehen vor lauter Tieren!!! Die Nachbarn waren ärgerlich und versuchten immer wieder Tiere zu vergiften.
Nun muß sich seine hinterbliebene Frau aus Kostengründen von 26 Katzen und 5 Hunden trennen.
Sie bittet dringend um Geld für Futter für diese Tiere, Robi hat das ja zumeist alles aus seiner kleinen Pension finanziert! Er hatte sonst gar nichts - nur seine Tiere, seine "Kinder".

Bitte, wir müssen ihr helfen !!! Sie hat sonst niemanden, den sie bitten kann!

Vielen Dank im voraus, dass diese armen Katzen nicht im Stich gelassen werden...

Ursula, Jänner 2009

Update April 2009

Diesmal konnte ich wieder viele ganz dringend benötigte Medikamente wie Augen- und Ohrensalben, Darmmittel, Crems und Lösungen gegen Pilzbefall, Vitaminpasten und Wurm- und Flohmittel übergeben.
Doris ein neues Mitglied beim Verein fuhr mit mir nach Rijeka, wo wir in einem Großmarkt einen ganzen Kofferraum voll Katzenfutter kauften und gleich an einige Katzenmütter verteilten.

Auch meine selbstgenähten Fleecepolster konnte ich überbringen. So haben nun alle indoor betreuten Streunerkatzen warme, weiche Kissen.

Leider war es nicht möglich einen Termin beim Bürgermeister zu bekommen. Er verwies mich wieder an Herrn Stadtrat Urban, der aber keinerlei Verständnis für die armen Strassenkatzen aufbringt!

So knüpfte ich Kontakte mit den örtlichen Tierärzten, um eine Kooperation vorzubereiten. Die Tierarztpraxis in Volosko "Vau-Vau" war sehr nett und kompetent und kümmert sich sehr verlässlich um alle Tiere.
Er ist an einer Zusammenarbeit interessiert und bietet auch günstige Preise für die Streunerkatzen an.

Weiters kümmerte ich mich täglich um meine vierbeinigen Lieblinge. Ich suchte die Futterplätze auf, fütterte sie mit Leckerbissen und versorgte sie mit Wurmmittel.
Die zahmen Tiere befreite ich von Zecken und Flöhen und gab ihnen ausreichend Streicheleinheiten.

Leider fand ich bei einer verfallenen Villa an der Promenade auch eine sehr verwarloste Katzenfamilie, die jedoch von den örtlichen Tierschützern in den nächsten Tagen eingefangen, kastriert und nachbehandelt wird.

Ein großes Problem stellt noch immer die Unterbringung der zahlreichen Katzen dar. Private Personen tuen ihr bestes, einige Tiere zu Hause zu betreuen, doch es gibt noch immer keine öffentliche Möglichkeit die Tiere unterzubringen.
Dolores Stanger und der örtl. Tierschutzverein führen nun wieder Gespräche mit dem Bürgermeister der Stadt Opatija, um nun endlich nach über 8 Jahren ein Grundstück zu bekommen. Leider waren alle bisherigen Bemühungen gescheitert.

Die Zahl der Katzen ist im Moment überschaubar, denn noch müssen wir mit ganzer Kraft weiter arbeiten!!!!

Bitte liebe Katzenfreund unterstützen Sie unsere Arbeit auch weiterhin mit Ihren Spenden!

Danke, Ursula Heinisch

Update September 2009

Doris aus Lovran berichtet:

Seit Jahren kämpfen wir darum, ein Grundstück/ Gebäude für ein kleines, vom Verein geführtes Asyl zu bekommen, und obwohl ja die Gemeinden gesetzlich verpflichtet sind, solche Asyle auszuweisen, waren wir bisher nicht erfolgreich. Eine ausführliche "Projektplanung" wurde dieses Jahr von unserer Vereinssekretärin, Frau Dolores Štanger, bei der Stadt Opatija eingereicht, doch durch den Wechsel in der Verwaltung durch die Wahlen in diesem Frühjahr muß nun alles wieder "neu" beantragt werden.

Bis letztes Jahr waren die Katzen des Vereins bei Mitgliedern untergebracht, ebenso die Hunde, diese jedoch auch für den Verein kostenpflichtig in einer Hundepension.
Seit letztem Jahr unterhielt der Verein dann ein mehr als provisorisches Katzenasyl in den Projektorräumen des alten Kinos in Lovran, im März mußten wir ausziehen, da die Wohnung oberhalb renoviert wurde.
Uns wurde zugesagt, bei dieser Gelegenheit auch die stellenweise durchgebrochene Decke in unseren Räumlichkeiten zu renovieren und daß wir in ca. 4 Wochen wieder einziehen könnten.
Auch wenn die Umstände in diesen Räumen alles andere als ideal waren, hatten wir doch die Möglichkeit, die Tiere z.B. im Krankheitsfall zu separieren etc.

Nun ist es September, unsere Räumlichkeiten wurden nicht ausgebessert, wir sind nun seit Monaten in einem Keller mit den Katzen, der uns freundlicherweise zur Verfügung gestellt wurde.
Man kann sich natürlich vorstellen, daß die Gegebenheiten dort mehr als unangemessen sind, für die meisten Tiere bedeutet dies Käfighaltung, bis sie wieder gesund sind bzw. vermittelt werden können.
Weiterhin sind viele Tiere bei Mitgliedern in Pflege.
Wir sind nur eine handvoll aktive Volontäre, die die Tiere dort versorgen, wir sind alle sehr deprimiert wegen der Situation dort, doch wir tun unser Bestes, den Tieren unter diesen Umständen gerecht zu werden, viele kranke Katzen, vor allem Katzenbabies, konnten wir retten und vermitteln. Durch massive Beschwerden der Nachbarn in der Altstadt (Geruchsbelästigung etc.) verschärfte sich unsere Situation im Sommer noch, wir holten bereits die lokale Presse zu uns, die über die Zustände im "Asyl" berichtete ("Novi List").

Nun haben wir in Lovran direkt (auf eigene Initiative) neue Räumlichkeiten entdeckt, dies war vor über einem Monat. Die Gemeinde sagte uns auch das Gebäude zu, nur müssen dort noch einige Renovierungsarbeiten durchgeführt werden. Diese können wir jedoch noch nicht beginnen, da die Außentüren fehlen, und die Stadtverwaltung es immer noch nicht fertig gebracht hat, den Türaufbau zu veranlassen.
Unsere finanzielle Situation ist nicht so gut, daß wir nun auch noch die Kosten für eine stabile Außentür übernehmen können, die "Innenausstattung" werden wir selbst machen und organisieren.

Nun hoffen wir, daß wir bald umziehen können, damit die Tiere endlich eine bessere Unterkunft, Luft und Licht haben werden, vom Platz ganz abgesehen, und wir bessere Arbeitsbedingungen zum Wohl der Tiere!

Wir haben Doris und Dolores Ende August besucht und konnten uns von deren Engagement überzeugen. Bei diesem Besuch haben wir einige dringend benötigte Anti-Flohmittel mitgebracht als auch Vitaminpräparate für Katzen.

Gerne haben wir bereits finanzielle Hilfe zugesagt, bitte helfen Sie uns dies Versprechen einhalten zu können und spenden Sie für die Katzen in Lovran !

Danke im Namen von Doris aus Lovran


Update Februar 2011

Die Katzenmutter von Liburnien

Frau Dragica Vulić, Opatija

Es ist ein wunderschöner sonniger Tag im Februar, aber die eisige Bora bläst mit voller Kraft, so daß es unglaublich kalt ist und man das Gefühl hat, die Windböen könnten einen umwerfen.
Heute bin ich verabredet mit Frau Dragica in Opatija, die seit über 40 Jahren in einer alten Villa im Dachgeschoss wohnt, zusammen mit z.Zt. 11 Katzen, die sie alle von der Strasse gerettet hat, meist kranke oder behinderte Tiere.
Frau Dragica versorgt neben «ihren» Katzen noch mehrere Gruppen von Strassenkatzen mit Futter, hat ihnen kleine Unterstände und Liegeplätze aus Karton und alten Decken gebastelt, die sie auf dem Grundstück einer alten verlassenen Villa aufgestellt hat.
An diesem Tag begleite ich Frau Dragica auf ihrer «Tour», die sie jeden Tag mindestens zwei mal macht, um an die 30 Katzen mit Futter und Wasser zu versorgen.
Heute möchten wir zusammen eine Art «Bestandsaufnahme» machen, welche der weiblichen Katzen noch zu kastrieren sind, wir schauen, ob alle Tiere soweit gesund sind und ob welche fehlen.
Frau Dragica kennt alle ihre Schützlinge genau, alle haben einen Namen, sie weiß genau bescheid um Geschlecht, Gesundheitsprobleme der Tiere, wer fehlt und wer «verschwunden» ist.
Wegen der Kälte haben sich viele der Katzen versteckt, sie kommen jedoch sofort, wenn sie Frau Dragica hören, hungrig warten sie auf Futter, aber viele auch einfach auf die Streicheleinheiten und die Zuwendung, die sie von Frau Dragica bekommen.
Es gelingt uns, 3 weibliche Tiere einzufangen, die ich am nächsten Tag zur Kastration fahren und nach einigen Tagen Aufenthalt bei uns im Asyl wieder an ihren angestammten Plätzen aussetzen werde.
Ohne die Hilfe von Frau Dragica würde ich mich garnicht zurechtfinden, sie weiß genau, wo sich die Tiere verstecken, welches am nötigsten kastriert werden muß oder krank ist.
Viele Anwohner und Nachbarn beschweren sich über die Katzenkolonien, einige Tiere wurden schon vom staatlichen Tierarzt eingefangen und wohl getötet, obwohl dies durch die verschärften Tierschutzgesetze in Kroatien strengstens verboten ist.
Darunter waren auch Tiere, die unser Verein im Auftrag der Stadt Opatija bereits kastriert hatte, Opatija übernimmt ja die Kosten von 100 Kastrationen jährlich, welch eine grausame Ironie!
Unser Verein forschte nach dem Verbleib der Tiere, leider bisher ohne Erfolg, wir brachten diese Sache jedoch bei der zuständigen Veterinärinspektorin zur Anzeige.
Nach erfolgreicher «Jagd» verstaue ich die Katzen abgedeckt im Auto, damit sie etwas zur Ruhe kommen, bevor ich sie zu uns nach Lovran fahre.

Frau Dragica lädt mich auf einen Kaffee zu sich ein, und obwohl ich nicht zum ersten Mal bei ihr zuhause bin, erschüttert mich immer wieder, wie arm diese Frau doch ist!

Acht ihrer Katzen sind in einem relativ grossen Vorraum untergebracht, leider regnet es dort herein, und es ist auch kalt.
Die Tiere haben zwar Katzentoiletten, da aber der zu kaufende Katzensand viel zu teuer wäre für Frau Dragica, legt sie sie mit alten Zeitungen aus, was natürlich schon zu schlimmen Auseinandersetzungen mit den Nachbarn wegen der Geruchsbelästigung führte, vor allem im Sommer.
Dennoch ist alles sehr sauber, die Tiere haben ihre «Nester» auf alten Stühlen,die mit alten Decken abgepolstert sind, und genügend Futter und Wasser.
In den eigentlichen Wohnräumen hält Frau Dragica noch 3 Kater, die sich untereinander und mit den anderen Katzen nicht vertragen, einer hatte Frau Dragica sogar im Schlaf schon angefallen und heftig gekratzt.
Die Woche davor habe ich die Kater kastrieren lassen sowe das letzte weibliche Tier, das, wie Frau Dragica selbst genau richtig eingeschätzt hatte, schon einen Gebährmuttertumor hatte.
Natürlich kann sie sich die Kastrationen nicht leisten, so ist unser Verein eingesprungen, auch Futter habe ich ihr mitgebracht.

Nun trinken wir unseren Kaffee, Milch hat sie kaum noch, der Kühlschrank ist wirklich total leer bis auf 3 Dosen Katzenfutter.
Mich macht das sehr traurig, aber Frau Dragica beschwert sich nicht, dennoch weiß ich, daß sie dringend Hilfe braucht.

Ihre Rente beträgt monatlich 1200 Kuna, dies wären so umgerechnet 165 €,
von diesem Geld muß sie sich selbst versorgen und kauft noch das Futter für ihre Katzen und für all die «Streuner», die ohne Ihre Hilfe verhungern würden.
Zum Glück muß sie wenigstens keine Miete bezahlen, da ihr die kleine Wohnung gehört, aber sie schläft auf alten Decken, hat wenig Geschirr etc.

Frau Dragica ist eine sehr interessante und aufgeschlossene Person, die nun nicht einfach Tiere aufsammelt und bei sich hortet, sie setzt sich sehr für die Kastrationen ein, weiß viel über Katzenkrankheiten, es ist eine Freude und Bereicherung, mit ihr zusammenzuarbeiten.

Ich hatte die Idee, einen Aufruf zu starten, um eine Art Patenschaft für Frau Dragica einzurichten, um sie mit Futter zu versorgen.
Gemeinsam haben wir ausgerechnet, daß sie ca. 30 – 40 kg Futter im Monat benötigt (für alle ihre Schützlinge), dies wären ca. 50 € an Unkosten.

Ich hatte mir vorgestellt, dass die «Verwaltung» der gespendeten Gelder für die Patenschaften unser Verein übernimmt, dies jedoch keinesfall aus Mißtrauen gegenüber Frau Dragica.
Zum einen hat sie kein Auto, und muß daher das überteuerte Trockenfutter in einem kleinen Zooladen kaufen, zum anderen könnten wir so alle Ausgaben genau steuern und Buch darüber führen, die Rechungen sammeln etc, damit wir den Paten gegenüber jederzeit Rechenschaft ablegen können. Wir würden uns dann von Frau Dragica den Empfang der Futterspenden schriftlich bestätigen lassen und das billigst mögliche Futter beim Großhandel für sie kaufen und zu ihr fahren.

Wenn es uns gelingt, eine oder mehrere Futterpatenschaften (insgesamt 50 €) zu erhalten, würden wir gerne anschliessend noch Paten für die Beschaffung von Katzenstreu suchen, hierführ wären die geschätzten Ausgaben ebenfalls ca. 50 €.

Ich plane, regelmässig kleine Berichte über Frau Dragica und Ihre Katzen zu verfassen, bitte helfen Sie uns, Menschen zu unterstützen, die den armen Strassentieren helfen, sie betreuen und sich oft über die eigenen Möglichkeiten hinaus für sie einsetzen.
Alle Katzengruppen, die Frau Dragica betreut, befinden sich in der Nähe des weltberühmten Küstenwanderweges von Lovran nach Opatija, viele Touristen beklagten sich viele Jahre über das sichtbar grosse Katzenelend dort, aber mit Hilfe von Menschen wie Frau Dragica und durch die Kastrationsaktionen, die unser Verein durchführt, hat sich die Situation schon wesentlich gebessert, aber es gibt noch viel zu tun!

Bitte unterstützen Sie mit Ihrer Spende/Übernahme einer Patenschaft «die Katzenmütter von Liburnien», weitere engagierte Damen werde ich Ihnen in Kürze noch vorstellen.

Ich bedanke mich im Namen von Frau Dragica

Ihre Doris Petričić – „Lunjo i Maza“

nach Oben