LUNA -EINE HÜNDIN AUS DEN BERGEN BEI DRAFI/GRIECHENLAND

Gestern, am 11.4. bin ich mit einer Hündin namens Luna in Athen in ein Flugzeug der

Austrian AIrlines eingestiegen und habe Luna mitgenommen. Ich musste bis zum Schluss

zittern, ob diese wundervolle Hündin mitfliegen darf. Durch eine kleine Gewichtsänderung

habe ich die zuvor zugesicherte Transportbox mit dem geschätzten Gewicht des Hundes

und der Box ein wenig überschritten. Kurz bevor ich den Flug ohne sie antreten musste gab man mir

grünes Licht. Luna hat ein wenig zugenommen, zugegeben. Aber die Box war auch groß und schwer.

Luna bekam von meinem Nervenkasperl zum Glück nichts mit. Seit November haben TierschützerInnen beschlossen, dass Lunas trauriges Schicksal ein Ende haben muss. Gemeinsam mit ihrem Gefährten Alessandro hatte sie die letzten Jahre - nur mit Nahrung von Tierschützern versorgt- sie war immer sehr ängstlich und wurde in ihren 5 Jahren niemals gestreichelt. Das änderte sich, denn nachdem Luna so verzweifelt war, weil ihr Partner Alessandro ihr genommen wurde- er war für herzlose Menschen eine Bedrohung und kam in das Shelter, wo ich ihm zum Glück nach vielen Trainerstunden rausbekam aus seinem Zwinger-beschlossen zwei Kolleginnen, dass dies auch mit Luna geschehen musste. Was mit Alessandro klappte, sollte auch ihr gelingen.

Und es gelang- ohne Trainerin .es genügte, 4 Monate lang diese Hündin nur zu streicheln und zu besuchen, um mit ihr hinauszugehen und sie an die Leine zu gewöhnen. 4 Monate sind nicht lang gegen 5 Jahre. 2 Damen ist gelungen, diesen Hund in eine liebe und geduldige Gefährtin des Menschen zu verwandeln. Nach einigen Wochen schon hat sich auch ihr Schwanz nach oben bewegt und dann begann sie vor Freude wilde Runden zu laufen wenn sie rausgehen durfte. Zuerst war jedes kleinste Geräusch ein Grund zur Panik, aber die versichernden Blicke zu dem Menschen am Ende der Leine beruhigten sie. Vor Hunden und Katzenbegegnungen muss man bei ihr keine Angst haben.

Je mehr Zeit man ihr widmete, umso weniger Angst hatte sie und dieser große Unterschied zu damals ließ sie ihrem Ziel immer näher kommen.

Natürlich dauert jede neue Beziehung. Deswegen nehmen sich unsere AdoptantInnen immer ein , zwei Wochen Urlaub. Sie bekommen dafür all die Liebe und Dankbarkeit, von der unsere Tierschützerinnen vor Ort immer wieder berichten. 

Alles an dieser Geschichte zeigt- Straßenhunde leben in ständiger Gefahr und in ständigem Mangel. Sie sind den Launen der Menschen, des Wetters und vielem mehr ausgesetzt. 

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